Elisabeth kämpft gegen den Krebs und findet eine Freundin für's Leben

Elisabeth zum Zeitpunkt ihrer Erkrankung
Ihr Motto:
„Zieh dich nicht von den Menschen zurück
und glaube an deine Heilung“.

Eine Krebsdiagnose ist wie ein Todesschatten, sie darf einfach nicht wahr sein. So erlebte es auch Elisabeth, die 2007 die Diagnose „Brustkrebs“ erhielt. Obwohl sie den Knoten in ihrer Brust schon selbst ertastet hatte, wollte sie es einfach nicht wahrhaben. Selbst bei ihrer Radiologin, die dringend zu einer Gewebeentnahme riet, behauptete sie noch, der „Knoten“ sei die Folge eines Radunfalls, ein verhärteter Bluterguss.

Doch die Biopsie ergab, dass ein aggressiv wachsender Krebsknoten vorlag, der bereits Ausläufer gebildet hatte. Nicht nur eine Operation war erforderlich, sondern die Ärzte empfahlen dringend zusätzlich 6 starke Chemotherapien. Die Operation überstand Elisabeth sehr gut. Doch als sie von der Chemotherapie erfuhr, wusste sie, „jetzt werde ich erst richtig krank“, und so kam es auch. Nach den Chemotherapien mussten auch noch 28 Bestrahlungen durchgeführt werden, die Elisabeth aber deutlich besser vertrug. Zum Schluss der Behandlung gab es noch eine Immuntherapie. Die gesamte Behandlung zog sich über drei lange Jahre hin.

Unter den Chemotherapien hat Elisabeth extrem gelitten. Eine häufige Appetitlosigkeit stellte sich ein. Sie lebte viele Tage wie mit einem Kloß im Hals, und sie litt vor allem unter einer großen Schwäche, die jeden Tag ungeheuer schwer machte und beständig den Lebensmut zu untergraben drohte. Doch Elisabeth sagt im Rückblick, „das kann man schaffen“. Wie hat sie es geschafft, was hat ihr geholfen?

Eine starker Grund, leben zu wollen, ist so ein hilfreiches Element. Elisabeth war gerade drei Jahre verheiratet, als der Krebs auftrat. Sie wollte nicht, dass Ihr Mann zum zweiten Mal Witwer werden muss.

Psychologische Betreuung in Form von Gruppen- und Einzeltherapien hat Elisabeth als sehr hilfreich erlebt, und sie sagt, man darf sich nicht zurückziehen von den Menschen. Wegen der Immunschwäche muss man sich allerdings von großen Menschenmengen fernhalten. Elisabeth hat viel Freundlichkeit und spontane Zuwendung erfahren, wenn sie über ihre Erkrankung gesprochen hat, die sich ja nicht verbergen ließ. Eine noch so gute Perücke ist nicht dasselbe wie die eigenen Haare, und während der belastenden Therapien ist man einfach gezeichnet von der Krankheit.

Wanderungen in den Wäldern und leichte Sportübungen, die bei den Barmherzigen Brüdern angeboten wurden, haben ihr auch sehr gut getan. Beim REHA-Sport lernte sie Sonja kennen, die heute noch eine gute Freundin ist. Bei ihr fand sie, was ganz wichtig ist. Gespräche, die nichts beschönigen, aber auch nichts dramatisieren. Es hilft nichts, wenn man durch Gespräche „heruntergezogen wird“, sagt Elisabeth.

Elisabeth hat sich, noch während der Behandlungsphase, sogar dazu durchgerungen an einer bereits 2006 gebuchten Pilgerreise nach Jordanien teilzunehmen statt sie abzusagen. Alle Mitreisenden haben sie liebevoll umsorgt, und sie ist gesünder von der Reise zurück gekommen als sie fortgefahren ist.

Elisabeth hat viel gebetet und gesungen. Das hat ihr gut getan, wenn sie auch nicht verschweigt, dass in den schlimmsten Tagen der Chemotherapie ihr Glaube sehr angefochten war.

Positiv denken und an die Heilung glauben, das ist sehr wichtig, meint Elisabeth. Darum rät sie auch dringend davon ab, während der Behandlungszeit über Krebs nachzulesen.

Elisabeth hat den Krebs nun schon 14 Jahre überlebt und vor allem die tägliche Freude über Kleinigkeiten aus dieser Zeit mitgenommen. Wir freuen uns mit ihr!

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